Berliner Stadtreinigung (BSR)
Gut für die Stadt – Zuverlässigkeit, Innovation, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung
Die Berliner Stadtreinigung hat die Aufgabe, den Abfall in Berlin sicher und ökologisch verantwortlich zu entsorgen und ein sauberes Straßenbild zu schaffen. Damit verantworten wir auch ein Stück Lebensqualität für Berlin. Wir erledigen unsere Aufgaben ganz überwiegend im öffentlichen Auftrag und sind dabei nicht gewinnorientiert. Die Qualität unserer Leistung ist auch im bundesweiten Vergleich anerkannt, und Berlin hat unter allen vergleichbaren Großstädten die niedrigsten Gebühren. Das ist gut für die Berlinerinnen und Berliner. Und es ist ein wichtiger Standortfaktor für die Stadt.
Zukunft erhalten - Energie aus Abfall
Schon bevor Klimaschutz in aller Munde war, hat sich die BSR diesem Thema verschrieben. Im Rahmen des Landesenergieprogramms unterzeichnete die Stadtreinigung als erstes kommunales Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin mit ehrgeizigen Zielen zum Klimaschutz. Die werden mit einer Reihe von Maßnahmen erreicht. Ökologie und Ökonomie sind dabei kein Widerspruch. So dient die Erfassung und Verwertung des Methangases auf den Deponien dem Klimaschutz und hilft durch die Erlöse aus dem Verkauf von Strom und Wärme auch, die Sicherung und Sanierung der Deponien zu finanzieren. Auch der im Müllheizkraftwerk in Berlin – Ruhleben entstehende Dampf wird zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Damit verbunden ist eine Ressourceneinsparung von 1,2 Millionen Barrel Erdöl jährlich. Einen neuen Kreislauf wird es bald geben: künftig wird Bioabfall in Vergärungsanlagen behandelt und das Biogas als Kraftstoff für die gasbetriebenen Müllfahrzeuge genutzt. Das ist nicht nur Klima schonende, sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Kreislaufwirtschaft.
Zukunft gestalten - Innovationen anstoßen – Kreisläufe schließen
Auch wenn es um die Zukunft geht, ist die BSR vorn dabei. Und das umfasst alle Bereiche des Unternehmens: von der Ausbildung über Bedarf und den mehrfach ausgezeichneten Integrationsprojekten für leistungsgeminderte Beschäftigte über innovative Konzepte für den Fuhrpark, wie die gemeinsam mit Partnern angestoßene Entwicklung eines Brennstoffzellen-Antriebs für die Ladehydraulik der Müllfahrzeuge, bis hin zu kundenfreundlichem Service.
Beispiel digitale Datenströme: Gemeinsam mit Berliner Versorgern bietet die BSR auf einer elektronischen Plattform einen digitalen Rechnungsaustausch. Die Rechnungsdaten werden direkt in das Abrechnungssystem der Wohnungsbaugesellschaften überspielt und können dort gleich für die Betriebskostenabrechnungen abgerufen werden. Das erhöht die Datenqualität, spart Zeit und reduziert die Prozesskosten spürbar.
Beispiel Verwertung – mit Orange Service Kreisläufe schließen
Die BSR hat bereits seit geraumer Zeit ein umfangreiches System zur getrennten Erfassung von Wertstoffen in Berlin installiert. Zu diesem System zählen die 15 Recycling-Höfe der BSR, bei denen die Berliner Bürger kostenfrei ihre Wertstoffe abgeben können. Weiterhin bietet die BSR einen kostengünstigen Abholservice für Sperrmüll. Mit ihrem Tochterunternehmen Berlin Recycling ist die BSR in der Getrenntsammlung von Papier und Glas in Berlin aktiv. Insgesamt werden mehr als 400.000 Mg/a Wertstoffe getrennt erfasst und 77% davon stofflich verwertet.
Mit dem im Mai 2009 gestarteten Pilotprojekt Service Orange soll die Wertstoffsammlung in Berlin weiter ausgebaut und das Angebot für die Berlinerinnen und Berliner noch kundenfreundlicher gestaltet werden. Service Orange beinhaltet die haushaltsnahe Wertstofftonne (Orange Box), in der trockene Wertstoffe aus den Haushalten separat erfasst und dann verwertet werden. An geeigneten Standorten gibt es zusätzlich Tausch-/ Sperrmüllecken (Orange Corner), auf denen sperrige Gegenstände abgestellt werden können. Diese werden entweder getauscht und damit wiederverwendet oder sie werden im Rahmen einer regelmäßigen Sperrmüllabfuhr fachgerecht verwertet. Derzeit nehmen 4.750 Haushalte an dem wissenschaftlich begleiteten Piloten teil. Mit der getrennten Erfassung von jährlich ca. 20 kg Wertstoffe pro Einwohner zeigt der Pilot bislang sehr gute Ergebnisse. Bei einer flächendeckenden Einführung der Wertstofftonne rechnen wir mit einer zusätzlichen Menge von ca. 50.000 Mg/a bzw. 15 kg je Einwohner.
Der Vorteil des Systems für die Berlinerinnen und Berliner: Die Erlöse, die für die Stoffe in der Wertstofftonne erzielt werden, wirken direkt Gebühren mindernd. Ökologisches Verhalten wird unmittelbar belohnt und bietet so einen direkten Anreiz zur Müllvermeidung. Darüber hinaus wird durch die Tausch-/Sperrmüllsammelecken (Orange Corner) die Wiederverwendung von Materialien gefördert und ein weiterer Anreiz zur Müllvermeidung geschaffen.
Kontaktdaten
Berliner Stadtreinigung
Ringbahnstr. 96
12103 Berlin
Telefon 7592-4900
Fax 7592-6969
www.BSR.de
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